Jugendbuch | Rezension

Rezension: All die verdammt perfekten Tage von Jennifer Niven

17. Juli 2016

Kurzinfo

Titel: All die verdammt perfekten Tage**
Autor: Jennifer Niven
Aus dem Amerikanischen von Alexandra Ernst
Originaltitel: All the bright places
Originalverlag: Knopf Books for Young Readers, New York 2015
Paperback, Klappenbroschur, 400 Seiten, 13,5 x 21,5 cm
ISBN: 978-3-8090-2657-0
€ 14,99 [D] | € 15,50 [A] | CHF 20,50* (* empfohlener Verkaufspreis)
Verlag: Limes
Erschienen: 28.12.2015


Enthält Spoiler!

Bildrechte liegen bei randomhouse
Bildrechte liegen bei randomhouse

Inhalt

Ist heute ein guter Tag zum Sterben?, fragt sich Finch, sechs Stockwerke über dem Abgrund auf einem Glockenturm, als er plötzlich bemerkt, dass er nicht allein ist. Neben ihm steht Violet, die offenbar über dasselbe nachdenkt wie er. Von da an beginnt für die beiden eine Reise, auf der sie wunderschöne wie traurige Dinge erleben und großartige sowie kleine Augenblicke – das Leben eben. So passiert es auch, dass Finch bei Violet er selbst sein kann – ein verwegener, witziger und lebenslustiger Typ, nicht der Freak, für den alle ihn halten. Und es ist Finch, der Violet dazu bringt, jeden einzelnen Moment zu genießen. Aber während Violet anfängt, das Leben wieder für sich zu entdecken, beginnt Finchs Welt allmählich zu schwinden…
Quelle: randomhouse

Erster Satz

Ist heute ein guter Tag zum Sterben?

Cover

Ein bisschen verträumt und spielerisch wirkt das Cover und stimmt so nicht wirklich auf das Buch ein. Das Cover lädt zum Träumen und Verweilen ein und zeigt ein Mädchen und ein Junge im Licht des Mondes.

Charaktere

Finch
Finch wird nicht gemocht in der Schule. Er hat den Stempel des Freaks aufgedrückt und das nur, weil er nicht in das typische Jungen-Bild passt. Er drückt sich anders aus als andere in seinem Alter und ist ein bisschen verrückt und super spontan. Eigentlich ist Finch ein sehr intelligenter und aufgeschlossener Junge, der allerdings sehr mit sich selber zu kämpfen hat.
Für Finch kommen seine Liebsten lange vor ihm selbst und das mag auch eins seiner Probleme sein.
Violet
Hat mich wirklich berührt. Sie hat in ihrem Leben schon viel mitgemacht und weiß, bevor sie Finch trifft, nicht wirklich etwas mit sich anzufangen. Ihre Entwicklung im Buch ist gut nachzuvollziehen und bewegt einen sehr.
„Denn es geht nicht um das, was man mitnimmt, sondern um das, was man zurücklässt.“

Die Story

Die Story beginnt super stürmisch. Schon zu Beginn befinden sich die Protagonisten auf einem Schulturm und wollen sich das Leben nehmen. Die Gründe dafür erfährt man im Laufe des Buches.
Nach diesem ersten Aufeinandertreffen ändert sich für Finch und Violet so einiges und sie durchleben so einige gemeinsame Momente. Dank eines Schulprojekts müssen die beiden sich gewissen Situationen stellen in denen man – zumindest als Leser meint – dass sie auch daran wachsen und sie ihnen helfen.
Während man mit beiden Charakteren mitleidet und sie in der ein oder anderen Situation unglaublich gerne mal trösten würde, ist man am Ende sehr betrübt und auch aufgewühlt.

Der Schreibstil

Der Schreibstil von Niven ist wirklich toll und lässt einen sofort in diese Geschichte eintauchen. Dank des Schreibstils verlässt man diese Geschichte auch mit einigen Gedanken zum eigenen Leben und vielleicht fließt auch die ein oder andere Träne. Man fliegt dank des leichten Schreibstils durch die Geschichte und wird wirklich in den Bann gezogen. Die verwendeten Zitate lockern das Ganze auf und verleihen dem Buch nochmal eine extra Note.

Mein Fazit

Das Buch ist (Stand Mitte 2016) mein Jahreshighlight. Es ist nicht das typische Jugendbuch, bei dem alle glücklich sind am Schluss. Es ist ein Buch, das sich mit einem wirklich schwierigem Thema befasst, welches in unserer Gesellschaft häufig noch verschwiegen wird. Ich würde es mir wünschen, wenn Bücher wie „All die verdammt perfekten Tage“ zur Aufklärung und zur Entstigmatisierung beitragen.

Der Autor

Jennifer Niven wuchs in Indiana auf und lebt zur Zeit mit ihrem Verlobten in L.A.
Ihr Buch begeisterte so viele und ist momentan im Gespräch verfilmt zu werden.


**Affiliate Link – Wenn Du auf diesen Link kaufst, erhalte ich eine klitzekleine Provision – für dich wird das Buch dadurch keinesfalls teurer

Only registered users can comment.

  1. Hallo,
    ich bin gerade auf deinen Blog gestoßen und habe beschlossen auf jeden Fall hier zu bleiben, bzw. mal auf dich aufmerksam zu machen. Wie schön du es hier hast und wie gut du schreibst. 😀 Ich selbst habe das Buch auch sehr geliebt und ich bin froh, dass ich es gelesen habe. Ich glaube es war neben „Der Marisianer“ eindeutig mein Highlight des letzten Jahres. 😀
    Sehr sehr schön. 🙂

    Ich wünsche dir einen schönen Abend.

    Liebst, Lotta

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.